Menschenaffen Portraits & Papier Test

Das Papier

Hier war es ein Weile ruhig. Der Grund war der gleiche wie bei anderen auch … DSGVO und die utopische Anforderungen an Kleinunternehmen und Einzelpersonen …
Jetzt bin ich aber wieder da und möchte das Affen-Portrait-Papier-Problem erläutern;

Wie viele Künstler, habe auch ich eine besondere Schwäche für Papiere. Meistens bleibt es immer bei den gleichen Papieren, wenn ich etwas gefunden habe was mir gefällt. Aber ich wollte auch mal wieder etwas neues wagen und habe spontan ohne Recherche den Canson Bristolkarton 180 g/qm bestellt. Dabei ist der Begriff Karton irreführend, es ist nur 180 g/qm. Und es ist so schön weiß und glatt, fast schon zu glatt. Definitiv nicht geeignet für Aquarell, da kein bisschen saugfähig. Für Marker funktioniert es ganz gut, sogar auch für Aquarellmarker, die lassen sich super anlösen aber Farben lassen sich nicht verblenden und das Papier hält nicht viel Wasser aus. Buntstifte funktionieren leider auch nur in wenigen Schichten. Das klingt alles eher mäßig aber weil es sich doch irgendwie toll anfühlt musste ich es mehr testen.

Die Technik

Das Bonobo Portrait

Nachdem ich etwas herumexperimentiert habe, habe ich für das Bonobo Portrait eine Mischung aus Buntstiften, Marker und Gouache verwendet. Der Auftrag war sehr dünn und irgendwie fade. Ein wenig frustrierend, da ich gerne viel Farbe nutze.

Das Schimpansen Portrait

Für das Schimpansen Portrait habe ich als Grundlage Gouache verwendet und nur ganz zum Schluss Buntstifte. Das hat definitiv besser funktioniert. Gouache funktioniert besser als Aquarell, da viel weniger Wasser gebraucht wird.

Das Orang-Utan Portrait

Bei dem Orang-Utan habe ich versucht die Technik mit Gouache für das Papier zu perfektionieren. Im Resultat erläutere ich ob mir das gelungen ist.

Das Resultat

Das Resultat der obigen Techniken ist natürlich nur zur Hälfte auf das Papier zurück zu führen. Der restliche Teil sind meine (verbesserungswürdigen) Fähigkeiten.

Der Bonobo

Das Portrait war mein erstes aus der Reihe und die Mischung aus Buntstiften und Gouache wirken feiner und weniger chaotisch als bei den folgenden Portraits. Ich hatte hier aber das Gefühl, dass ich zwar viele Mitteltöne schaffen kann und auch Lichter mithilfe heller Gouache, aber die Tiefen und dunkleren Mitteltöne waren nur schwer zu bekommen. Dadurch wirkt gerade der Körper etwas platt und schwach ausgearbeitet. Aber das Papier hat keine weitere Farbe aufgenommen.

Der Schimpanse

Wie bereits angedeutet, war bei diesen Portrait nicht das Papier das Problem, sondern meine Fähigkeiten. Ich habe nicht gut gearbeitet, deshalb ist das Gesicht und die gesamte Form des Affen nicht besonders gelungen. Das habe ich bereits nach dem ersten Farbauftrag bemerkt und uneinsichtig habe ich den ganzen Prozess über versucht es zu retten. Durch den stärkeren Einsatz von Gouache sind die Haar Kanten zu stumpf und das Ergebnis ist etwas grobschlächtig. Nicht meine beste Arbeit und daher kommt es nicht in mein Portfolio. Das Positive ist, dass die Tiefen dieses Mal deutlicher hervorgehen.

Der Orang-Utan

Hier habe ich komplett auf Marker verzichtet und die Buntstifte auch erst zum Schluss eingesetzt. Das meiste ist mit Gouache entstanden, in etwas freierer und malerischer Manier. Die einzelnen Haare und Falten habe ich nicht groß ausgearbeitet und den Fokus eher auf das Gesicht des Orangs gelegt. Alles in Allem bin ich mit diesem Portrait am zufriedensten, obwohl da natürlich noch viel Luft nach oben ist.

Fazit

Das Papier funktioniert nicht für das Projekt. Es fehlt noch das Portrait des Gorillas. Das mache ich auf einem Papier meines Vertrauens.

Obwohl ich eigentlich gerne die Meinung vertreten würde, dass es unwichtig ist welche Produkte du verwendest, da es komplett auf deine Übung und deine Fähigkeiten ankommt kann ich das in Diesem Fall nicht sagen. Hier ist es ein unpassendes Zusammenspiel aus Technik, Papier und Übung.

Würde ich den Canson Bristolkarton trotzdem empfehlen?

Jein.

Wenn du Buntstifte und Marker nimmst oder viel mit Tinte, Linern oder Bleistiften arbeitest, Ja.

Bei Aquarell, Gouache, Mixed Media und vielen Schichten funktioniert das Papier nicht mehr.

Übrigens steht auf Papieren meist drauf wofür es sich eignet aber ich teste lieber selber 😀

Und jetzt bist du dran.
Ich suche ein tolles Papier für Buntstifte mit Granulation. Und das perfekte Giclèe Fine Art Papier (Archival) fehlt mir auch noch.

Schreib mir gerne deine Vorschläge und Lieblingspapiere in die Kommentare

Bis Bald 🙂

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vor 6 Monaten

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